Sexualisierte Gewalt | © DAV

Workshop zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“

01.01.2026

Am 21.10.2025 fand mit 15 Teilnehmer*innen der Sektionen Geislingen, Göppingen und Heidenheim ein Workshop zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ auf der Geislinger Hütte in Treffelhausen statt. 

Es ist ein Thema, dem wir nicht ausweichen dürfen. In der Kinder- und Jugendarbeit (aber auch in allen anderen Bereichen!) tragen wir eine besondere Verantwortung. Indem wir sensibel mit diesem Thema umgehen und unser Wissen als Multiplikator*innen in unsere Sektion tragen, können wir aktiv dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Grenzverletzungen oder Übergriffen kommt. Der DAV-Bundesverband steht hinter seinen Ehrenamtlichen und unterstützt uns indem es klare Ansprechpersonen, Abläufe und Hilfsangebote gibt. 

Wie genau wir in welchem Fall reagieren können und sollen, darüber hat uns Andi Geiss vom DAV Bundesverband wertvolle Einblicke gegeben. 
Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Arbeit ein sicherer Ort für alle bleibt!

Julia Maurer

VERHALTENSKODEX 

In meiner Tätigkeit für JDAV und DAV übernehme ich Verantwortung für das Wohl der mir anvertrauten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Dazu gehört der Schutz insbesondere von Kindern und Jugendlichen vor Grenzverletzungen, sexuellen Übergriffen und sexuellem Missbrauch sowie vor Diskriminierung aller Art. 

  1. Vereinsarbeit lebt von der vertrauensvollen Zusammenarbeit untereinander. In meiner Leitungsrolle habe ich eine besondere Autoritäts- und Vertrauensstellung. Ich versichere, dass ich diese zum Schutz und nicht zum Schaden der mir anvertrauten Personen nutze. 
  2. Mein Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist geprägt von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Unter Achtung meiner eigenen Grenzen gebe ich dem individuellen Befinden der mir anvertrauten Personen Vorrang vor meinen persönlichen Zielen. 
  3. Ich nehme die Intimsphäre und die individuellen Empfindungen zu Nähe und Distanz der mir anvertrauten Personen und aller anderen Beteiligten wahr und respektiere sie. Ich achte darauf, dass auch die Gruppenmitglieder die persönlichen Grenzen der anderen respektieren. 
  4. Ich setze mich für eine wertschätzende Vereinskultur ein, in der Verantwortung füreinander übernommen wird und in der es möglich ist, jede Form von persönlichen Grenzverletzungen offen anzusprechen. 
  5. Ich beziehe gegen sexistisches, rassistisches, diskriminierendes und gewalttätiges verbales und nonverbales Verhalten aktiv Stellung. 
  6. Ich achte auf die Chancengleichheit aller Personen unabhängig von geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Herkunft und Behinderung. Ich respektiere ihre individuellen Bedürfnisse. 
  7. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht an erster Stelle. Bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt nutze ich verbandsinterne Ansprechpersonen und ziehe gegebenenfalls professionelle, fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu. 

Verhaltenskodex beschlossen vom Verbandsrat am 15.03.2025