Oberblegisee | © Janett Gründer

Glarnerland

Echt sagenhaft

02.01.2026

Mit großer Vorfreude starten wir mit zwei Autos zu sechst in Richtung Schweiz, wo uns Janett in Glarus in Empfang nimmt. Unsere Mittagsrast verbringen wir am Oberblegisee, denn Janett hat für uns eine erste Tour geplant. 

Mit großer Vorfreude starten wir mit zwei Autos zu sechst in Richtung Schweiz, wo uns Janett in Glarus in Empfang nimmt. Unsere Mittagsrast verbringen wir am Oberblegisee, denn Janett hat für uns eine erste Tour geplant. Nach der Einkehr im Bächibeizli wandern wir zum Berggasthaus Gumen, durchqueren die Streusiedlung Braunwald und nutzen die Standseilbahn. Die Braunwaldbahn bringt unsere beiden Fahrer nach Luchsingen um die Autos zu holen. Rechtzeitig zum Abendessen erreichen wir unser Quartier, das Gasthaus Sonne auf dem Urnerboden. Ein Regenprogramm ist gefragt am nächsten Morgen: Da bietet sich der Besuch in der Schokoladenfabrik Läderach an. Wir erfahren, was hinter dem Geheimnis von gehobenem Schokoladengenuss steckt. Weesen ist der Ausgangspunkt für einen Spaziergang am Walensee entlang. Den Regenschirm brauchen wir nur für den Sprühnebel, den ein gewaltiger Wasserfall erzeugt. 

Am nächsten Morgen bringt uns der Postbus bei strahlendem Sonnenschein zum Klausenpass (1948 m), d. h. der Bus durchquert zuerst den Urnerboden – ein 8 km langes Hochtal und die größte Alp der Schweiz. Mitte August findet die traditionelle Bodäfahrt statt. Rund  1000 Kühe kehren von den Hochalpen zum Urnerboden zurück und grasen dort bis Ende September. Unser Weg führt zum Gletscherseeli. Darüber thront das Clariden-Massiv (3267 m). Das Gemsfairenhüttli lädt zur Einkehr ein. Weiter geht’s auf dem Clariden-Höhenweg zum Fisetengrat. Dem Grat folgen wir so weit, bis das Bergmassiv des Tödi zu sehen ist. Mit 3612 m ist er der Wächter des Glarnerlandes. Die Bergbahn am Fisetenpass bringt uns zur Siedlung Urnerboden.

Auch der Sonntag verspricht stabiles Wetter. Das lockt zahlreiche Bergfreunde nach Tierfed (811 m) im Linthal. Geduldiges Warten ist angesagt, denn die Seilbahn fasst nur 8 Personen pro Kabine. Nach einer Stunde sind wir oben am Kalktrittli (1860 m) und rüsten uns für den steilen Aufstieg zur Muttseehütte (2500 m). Hinter der Hütte liegt der Muttsee mit der längsten Staumauer der Schweiz.

Der Stausee gehört zum Pumpspeicherwerk Limmern. Ein kurzer Abstecher führt zu einem beeindruckenden Aussichtspunkt: Unter uns der LimmernStausee und im Hintergrund Bifertenstock und Tödi. Der Rückweg ist gesäumt mit zahlreichen Silberdisteln. Bei der Staumauer beginnt ein Stollen, der uns nach 2 ½ km an der Bergstation entlässt. Große Plakate stellen das unterirdische Pumpspeicherwerk dar. Nach 9-jähriger Bauzeit wurde es 2018 in Betrieb genommen. Es funktioniert als große Batterie und leistet damit einen Beitrag zur Netzstabilität.

An unserem letzten Tag bringt uns die Aeugstenbahn von Ennenda zum Bärenboden. Es ist schwül und wir kommen ganz schön ins Schwitzen auf dem Weg zur Alp Begligen. Vor unserem eigentlichen Ziel Fessis-Seeli legen wir eine Rast ein und entscheiden uns zur Umkehr. Gipfel wie Vrenelisgärtli verschwinden langsam in den Wolken.

An der Talstation heißt es Abschied nehmen von Janett. Wir bedanken uns für alles, was wir mit ihr zusammen erlebt haben, ihre Fürsorge und ihr Engagement. Wir hatten viel Spaß zusammen!

Christel Tyrna

Abbildung oben: Oberblegisee
Abbildung unten: Aufstieg zum Muttsee mit Tödiblick