Auch der Sonntag verspricht stabiles Wetter. Das lockt zahlreiche Bergfreunde nach Tierfed (811 m) im Linthal. Geduldiges Warten ist angesagt, denn die Seilbahn fasst nur 8 Personen pro Kabine. Nach einer Stunde sind wir oben am Kalktrittli (1860 m) und rüsten uns für den steilen Aufstieg zur Muttseehütte (2500 m). Hinter der Hütte liegt der Muttsee mit der längsten Staumauer der Schweiz.
Der Stausee gehört zum Pumpspeicherwerk Limmern. Ein kurzer Abstecher führt zu einem beeindruckenden Aussichtspunkt: Unter uns der LimmernStausee und im Hintergrund Bifertenstock und Tödi. Der Rückweg ist gesäumt mit zahlreichen Silberdisteln. Bei der Staumauer beginnt ein Stollen, der uns nach 2 ½ km an der Bergstation entlässt. Große Plakate stellen das unterirdische Pumpspeicherwerk dar. Nach 9-jähriger Bauzeit wurde es 2018 in Betrieb genommen. Es funktioniert als große Batterie und leistet damit einen Beitrag zur Netzstabilität.
An unserem letzten Tag bringt uns die Aeugstenbahn von Ennenda zum Bärenboden. Es ist schwül und wir kommen ganz schön ins Schwitzen auf dem Weg zur Alp Begligen. Vor unserem eigentlichen Ziel Fessis-Seeli legen wir eine Rast ein und entscheiden uns zur Umkehr. Gipfel wie Vrenelisgärtli verschwinden langsam in den Wolken.
An der Talstation heißt es Abschied nehmen von Janett. Wir bedanken uns für alles, was wir mit ihr zusammen erlebt haben, ihre Fürsorge und ihr Engagement. Wir hatten viel Spaß zusammen!
Christel Tyrna
Abbildung oben: Oberblegisee
Abbildung unten: Aufstieg zum Muttsee mit Tödiblick