Gespannt waren wir auf die Schlüsselstelle – das „Klämmle“, eine seilversicherte Rinne. Die Griffe und Tritte saßen und schon war’s geschafft. Schwieriger war das regennasse Gras am Hang, die erdigen Wege waren rutschig und auch Aussicht suchten wir vergeblich. Die Querung unterhalb des Grießkopfs verlangte kurz vor unserem Ziel dem Kaiserjochhaus (2.310m) nochmals unsere volle Konzentration. In der Hütte wartete die warme Stube mit einem Tisch neben dem Ofen auf uns. Stolz waren wir, diese anspruchsvolle Etappe trotz der Bedingungen geschafft zu haben.
Leider blieb das Wetter unbeständig. Regen, Gewitter, Matsch – so beschlossen wir gemeinsam am nächsten Tag die Tour abzubrechen. Über die Kaiseralpe stiegen
wir ins Tal ab, machten in der Alpe noch einen kurzen Frühschoppen und mit dem Landbus erreichten wir schließlich trockenen Fußes unsere Autos.
Drei tolle Tage waren es dennoch. In bester Stimmung und mit schönen Erinnerungen im Gepäck verabschiedeten wir uns, nicht ohne Pläne zu schmieden für die nächste Tour.
Selina Brenner
Abbidung oben: Lechtaler Höhenweg
Abbildung unten: Blick durch einen Tunnel